
Auf dem circa 16 ha großen ehemaligen Feldgelände im Norden der Stadt, wurde am 12.10.1879 der erste Baum gepflanzt. Vier Monate zuvor, am 10.06.1879, wurde die Anlage des Parks durch den Verschönerungsverein unter Vorsitz des Kommerzienrates Juel beschlossen.
1888 stiftete ein Kegelklub den runden Aussichtsturm im mittelalterlichen Stil aus Natursteinen in der Nähe der Alten Nischwitzer Straße, welcher heute leider nicht mehr begehbar ist. Ihn zieren ein Zinnkranz und kleine, angesetzte Türmchen.

Im vorderen und älteren Teil des Parks entstanden bis 1896 zwei Teiche, wovon heute nur noch der Größere vorhanden ist. Am nördlichen Ufer befindet sich noch heute eine Grotte aus Tropfsteinnachbildungen, die ein sehr romantisches Flair verbreitet.
Zum 800jährigen Jubiläum des Hauses Wettin stifteten Wurzener Industrielle ein Gebäude im nördlichen Teil des Parks, welches ab 1890 die Wohnung des Stadtgärtners enthielt. Das Gebäude beherbergt heute ein Restaurant, was nach einem ausgiebigen Parkspaziergang zum verweilen einlädt.

Nachdem die Stadt den Park 1883 übernommen hatte, wurde 1906 das Jueldenkmal eingeweiht, welches 1974 entfernt und durch ein Ehrenhain ersetzt worden ist.
Seine gepflegten Grünflächen, Wege und über 18m hohen Bäume laden zum Spazieren, Entdecken und Erholen ein. Zwei Spielplätze, eine Tennisanlage und genügend Sitzmöglichkeiten locken nicht nur Wurzener an.

Der Grundstein zum Bau der katholischen Kirche in Wurzen wurde am 4.5.1899 gelegt. Nach Plänen des Wurzener Baumeisters Schmidt gelang es das Bauwerk noch im selben Jahr, vor dem Wintereinbruch, fertig zu stellen. Eingeweiht jedoch, wurde sie erst einige Jahre später am 5. Mai 1910 durch Bischof Aloys Schäfer.
Die am östlichen Rand der Stadt errichtete Kirche ist dem Baustiel der Romantik nachempfunden, da die kirchliche Architektur jener Zeit keinen eigenen Stil entwickelte.

Nachdem das erste Geläut im Kriegsjahr 1917 eingeschmolzen wurde erhielt die Kirche 1924 ein Klangstrahlgeläut aus 3 Glocken. In den Jahren 1939 / 1940 wurde durch die Gebrüder Jehmlich aus Dresden, die Orgel gebaut.
Bis 1998 konnte die komplexe Sanierung des Gebäudes abgeschlossen werden, so dass sie seit dem im neuen Glanz erstrahlt.